Unternehmenskrise überwinden
Einen Turnaround schaffen erfordert klare Bestandsaufnahme und ein strukturiertes Vorgehen in Krisensituationen. Mit einem fundierten Sanierungskonzept schaffen wir die Grundlage, um Ursachen der Probleme zu erkennen, Lösungen zu entwickeln und Ihr Unternehmen wieder auf sicheren Kurs zu bringen und die Herausforderungen für zukünftigen Erfolg zu meistern.

Sanierung Leistungen
✅ Krisenfrüherkennung
✅ Erstellung eines Sanierungskonzepts
✅ Verhandlung mit Gläubigern
✅ Teilnahme an Bankengesprächen
✅ Ratenzahlungsvereinbarung
✅ Liquiditätsplanung
✅ Rangrücktrittserklärungen
Ihr Startpunkt zur Sanierung
1. Phasen der Unternehmenskrise
Die Krisenbewältigung setzt die exakte Analyse der aktuellen Lage voraus. Unternehmenskrisen werden typischerweise in sechs aufeinanderfolgende Krisenphasen eingeteilt, die den Verlauf einer Krise beschreiben. Diese typisierte Entwicklung basiert auf dem IDW S6 (Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland) und umfasst folgende Krisenphasen:
- Stakeholderkrise: Dies ist oft der Beginn einer Unternehmenskrise. Hier treten Konflikte zwischen verschiedenen Interessengruppen des Unternehmens auf, wie Gesellschaftern, Geschäftsführung oder Mitarbeitern. Wichtige Entscheidungen werden blockiert oder verzögert.
- Strategiekrise: In dieser Phase fehlt dem Unternehmen eine klare strategische Ausrichtung. Wettbewerbsvorteile gehen verloren und strukturelle Defizite entstehen. Fehlentscheidungen werden getroffen.
- Produkt- und Absatzkrise: Hier werden die Krisenzeichen und Schwächen deutlich sichtbar. Umsätze gehen zurück, Produkte veralten und Lagerbestände wachsen. Die Auslastung der Produktionskapazitäten sinkt. Das Interesse der Kunden und deren Nachfrage unterliegen einem Rückgang.
- Erfolgskrise: Die Krise schlägt sich nun in der Gewinn- und Verlustrechnung nieder. Gewinne gehen zurück oder es entstehen Verluste. Das Eigenkapital wird aufgezehrt bzw. ist im Rückgang.
- Liquiditätskrise: In diesem Stadium werden die liquiden Mittel knapp. Die Fähigkeit zur Generierung von Cash-Flow nimmt ab. Das Unternehmen hat Schwierigkeiten, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen und gerät in eine Liquiditätskrise.
- Insolvenzreife: Dies ist das letzte Stadium, in dem die gesetzlichen Insolvenzgründe eintreten. Diese sind die Auswirkungen der vorangegangen Phasen.
Es ist wichtig zu beachten, dass diese Stadien nicht immer linear durchlaufen werden müssen. Sie können sich überlappen oder parallel auftreten und können wechselseitig Einflüsse aufeinander haben. Zudem nimmt im Verlauf der Krise der Handlungsspielraum des Unternehmens ab, während der Umfang und die Intensität der Krise und die Probleme zunehmen. Ein Krisenmanagement muss dies berücksichtigen, um die Unternehmenslage zu analysieren und die Unternehmenskrise zu überwinden. Auch die Krisenprävention kann davon profitieren.
Wenn ein Unternehmen in wirtschaftliche Schwierigkeiten gerät, ist daher schnelles und gezieltes Handeln erforderlich. Ein durchdachtes Krisenmanagement kann helfen, die finanzielle Lage zu stabilisieren, Gläubiger zu überzeugen und die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Ich unterstütze Sie dabei, ein tragfähiges Restrukturierungskonzept zu entwickeln und die erforderlichen Maßnahmen im Unternehmen in der spezifischen Situation umzusetzen, um die Unternehmenskrise zu überwinden oder die Auswirkungen und Folgen abzumildern.
2. Maßnahmen zur Überwindung der Unternehmenskrise

Ein Restrukturierungskonzept kann sich aus leistungswirtschaftlichen und finanzwirtschaftliche Maßnahmen zusammensetzen. Finanzwirtschaftliche Maßnahmen zielen darauf ab, die Zahlungsfähigkeit und Kapitalstruktur im Unternehmen zu sichern oder wiederherzustellen. Sie sind oft kurzfristig ausgerichtet und betreffen die Finanzierungsseite des Unternehmens. Leistungswirtschaftliche Maßnahmen hingegen setzen an den operativen Prozessen an und verfolgen das Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltige Ertragskraft zu stärken bzw. Verluste möglichst zeitnah zu minimieren. Beide Maßnahmentypen greifen häufig ineinander und sind für eine erfolgreiche Überwindung einer Krise notwendig, abhängig von der konkreten Unternehmenssituation.
Folgende Maßnahmen zu Bewältigung der Krise sind im finanzwirtschaftlichen Bereich u.a. denkbar:
- zur Restrukturierung der Bilanz:
- Eigenkapitalerhöhung,
- Rangrücktritt oder Patronatserklärung,
- Schuldenschnitt,
- zur Liquiditätsstärkung:
- Anpassung von Zahlungszielen,
- Ratenzahlungs- und Tilgungsvereinbarungen,
- Stundungsvereinbarungen,
- Kreditaufnahme, Umschuldung,
- Verkauf nicht betriebsnotwendiger Assets,
- Factoring und Sale-And-Lease-Back-Modelle.
Lesen Sie hierzu auch mein spezifisches Angebot zu sämtlichen Fragen der Finanzierung.
Diese finanzwirtschaftlichen Mittel sollten begleitet werden von leistungswirtschaftlichen Maßnahmen im Unternehmen. Im Ergebnis steht eine integrierte Unternehmensplanung.
3. Sanierungsinstrumente
Welche rechtlichen Instrumente man zum Zwecke der Sanierung einsetzt, hängt eng mit dem Krisenstadium, den Krisenursachen, der aktuellen Situation und den Sanierungszielen im Unternehmen zusammen. Grundsätzlich biete ich folgende Sanierungsinstrumente an:
- Außergerichtliche Sanierung durch Verhandlungen mit Gläubigern,
- Restrukturierung in der Eigenverwaltung,
- Restrukturierung im Schutzschirmverfahren,
4. Das Restrukturierungskonzept
Das Restrukturierungskonzept beginnt mit einer exakten Prüfung der wirtschaftlichen Situation und der Einordnung des Krisenstadiums. Eine außergerichtliche Sanierung kommt nur in Betracht, wenn noch keine Insolvenzantragspflicht eingetreten ist. Daher ist zuvorderst zu prüfen, ob Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung vorliegen. Anhand einer Liquiditätsplanung ist sodann die zukünftige Zahlungsfähigkeit sicherzustellen und im Falle einer Liquiditätsknappheit Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Mittels einer leistungswirtschaftlichen Analyse ist zu klären, ob der Betrieb operativ erfolgversprechend geführt werden kann und folglich erhaltenswert ist. Weiter sind die Gründe der Krise zu identifizieren und letztlich ein tragfähiges nachhaltiges Restrukturierungskonzept zur Überwindung der Krise aufzustellen. Als Fachanwalt für Sanierungs- und Insolvenzrecht und Diplom-Betriebswirt (BA) stehe ich Ihnen und Ihrem Unternehmen dafür in jeder Situation zur Seite.
Ich berate Sie dazu umfassend und ganzheitlich. Vereinbaren Sie ein kostenloses Erstgespräch.

5. Sanierung durch Verhandlungen mit Gläubigern
5.1. Voraussetzung und Strategie
Sofern noch keine Insolvenzantragspflicht eingetreten ist, ist der Weg zu Verhandlungen mit Gläubigern im Rahmen eines ganzheitlichen Restrukturierungskonzeptes eröffnet. Primäres Ziel ist es dabei, die Zahlungsfähigkeit zu sichern und eine Insolvenz zu vermeiden.
Eine durchdachte Strategie zur Verhandlung mit Gläubigern kann die Liquidität im Unternehmen sichern und nachhaltig die Gesundung des Unternehmens herbeiführen. Ich unterstütze Unternehmen dabei, mit Banken, Lieferanten, Vermietern oder anderen Gläubigern tragfähige Vereinbarungen im Rahmen eines umfassenden Restrukturierungskonzeptes zu treffen. Dazu sind die Gläubiger sinnvollerweise in Gruppen zu unterteilen, wie Inhaber von Sicherungsrechten (typischerweise Banken, aber auch u.U. Lieferanten), Finanzgläubiger, nicht nachrangige Insolvenzgläubiger, Gläubiger aus Gesellschafterdarlehen oder auch Inhaber von Drittsicherheiten. Diese können nur mit einem durchdachten Sanierungsplan und einer selbstkritischen Darstellung der Gründe der Krise überzeugt werden.
5.2. Mögliche Verhandlungsziele
Folgende Verhandlungsziele sind zum Beispiel denkbar:
- Ratenzahlungsvereinbarungen: Durch neue Zahlungspläne können Unternehmen ihre Verbindlichkeiten planvoll begleichen,
- Schuldenschnitte: In manchen Fällen lassen sich Gläubiger auf einen Teilverzicht ein,
- Stundungen: Zahlungsaufschübe schaffen kurzfristige Liquidität,
- Umschuldung: Bestehende Darlehen oder Kredite können durch günstigere Konditionen ersetzt werden,
- Neue Kapitalquellen: Alternative Finanzierungsformen wie Factoring oder Sale-and-Lease-Back-Modelle können die finanzielle Situation verbessern,
- Krisenkommunikation mit Banken: Eine professionelle Verhandlung mit Kreditgebern kann Vertrauen schaffen und Zahlungsvereinbarungen ermöglichen.
Als Fachanwalt für Sanierungs- und Insolvenzrecht, Diplom-Betriebswirt (BA) und langjähriger Insolvenzverwalter helfe ich Ihnen und Ihrem Unternehmen dabei, durch gezielte Verhandlungen mit Gläubigern eine nachhaltige Finanzierungsstrategie umzusetzen und so den Betrieb dauerhaft zu sichern.
Ich begleite Sie durch den gesamten Prozess – von der ersten Analyse bis zur Umsetzung.
6. Häufige Fragen (FAQ) / Tipps

Unternehmenskrisen erfordern einen klaren, strukturierten Ansatz. Diese FAQs erklären, wie ein zielgerichtetes Restrukturierungskonzept dabei hilft, eine wirtschaftliche Schieflage zu überwinden, welche Schritte sinnvoll sind und wann rechtliche Unterstützung notwendig wird.
1. Was ist ein Restrukturierungskonzept?
Ein Restrukturierungskonzept ist ein strukturierter Maßnahmenplan, der auf einer Bestandsaufnahme der finanziellen und leistungswirtschaftlichen Lage basiert. Es definiert kurzfristige Liquiditätssicherungsmaßnahmen ebenso wie mittelfristige Strategien zur Profitabilitäts- und Organisationsverbesserung – mit dem Ziel, einen Weg aufzuzeigen, die Krise zu überwinden und das Unternehmen neu auf Erfolg auszurichten.
2. Wie hilft ein Restrukturierungskonzept konkret, eine Unternehmenskrise zu überwinden?
Das Konzept identifiziert Ursachen der Krise (z. B. Umsatzrückgang, Kostenstruktur, Liquiditätsengpässe) und legt priorisierte Maßnahmen fest: Liquiditätsplanung, Controlling sowie dauerhafte Überprüfung, Kosten- und Leistungsoptimierung, Gläubigerverhandlungen und gegebenenfalls Maßnahmen zur Kapitalstärkung. Durch diese strukturierte Vorgehensweise werden Risiken reduziert und die Voraussetzungen geschaffen, die Krise nachhaltig zu überwinden.
3. Wann ist der richtige Zeitpunkt für ein Restrukturierungskonzept?
Je früher, desto besser: Ein Restrukturierungskonzept sollte bei ersten Warnsignalen (Faktoren sind zum Beispiel wiederkehrende Liquiditätsengpässe, sinkende Margen, Zahlungsausfälle) erstellt werden. Frühzeitiges Handeln und ein durchdachter Krisenplan erhöht die Aussicht auf Erfolg bzw. verbessert die Chancen, die Krise zu überwinden, ohne in ein formelles Insolvenzverfahren zu rutschen.
4. Aus welchen Bausteinen besteht ein typisches Restrukturierungskonzept?
Typische Bausteine sind zum Beispiel: Situationsanalyse (Finanzen & Leistung), Liquiditätsplanung, Szenario- und Chancen-Risiko-Prüfung, Maßnahmenplan (finanzwirtschaftlich & leistungswirtschaftlich), Maßnahmen zum Controlling, Umsetzungsfahrplan sowie Kommunikations- und Verhandlungsstrategie gegenüber Gläubigern, Kunden, Lieferanten und Stakeholdern.
5. Was unterscheidet ein Restrukturierungskonzept von einem Insolvenzplan?
Ein Restrukturierungskonzept ist ein präventives oder begleitendes Steuerungsinstrument zur Bewältigung der Krise und Sanierung; ein Insolvenzplan ist ein gerichtliches Instrument im Rahmen eines Insolvenzverfahrens zur Gläubigerbefriedigung und Fortführung oder geordneten Abwicklung. Beide Instrumente können aufeinander aufbauen, zielen aber auf unterschiedlichen Verfahrensebenen ab.
6. Welche Rolle spielt die Liquiditätsplanung beim Überwinden einer Unternehmenskrise?
Liquiditätsplanung ist zentral: Kurzfristig sichert sie die Zahlungsfähigkeit in den Firmen, mittelfristig zeigt sie, welche Maßnahmen zur Stabilisierung nötig sind. Ohne belastbaren Krisenplan lassen sich weder Verhandlungen mit Gläubigern führen noch tragfähige Entscheidungen zur Fortführung treffen – die Grundlage, um eine Krise zu überwinden, entsteht hier.
7. Wann sollte ich rechtliche Unterstützung hinzuziehen?
Rechtliche Hilfe ist frühzeitig ratsam – spätestens bei drohender Zahlungsunfähigkeit oder bevor Verhandlungen mit Gläubigern beginnen. Denn die Herausforderungen sind groß. Ein Fachanwalt für Sanierungs- und Insolvenzrecht schützt vor Haftungsrisiken, gestaltet Verträge und Verhandlungen rechtssicher und erhöht die Erfolgsaussichten, die Krise zu überwinden oder negative Folgen abzumildern.
8. Wie lange dauert die Erstellung und Umsetzung eines Restrukturierungskonzepts?
Die Dauer variiert mit Komplexität und Dringlichkeit und hängt von vielen Faktoren ab: Eine erste Bestandsaufnahme und Notfall-Liquiditätsplanung sind in Tagen bis wenigen Wochen möglich; ein vollständiges Konzept inklusive Verhandlungen und Umsetzung kann mehrere Wochen bis Monate in Anspruch nehmen. Entscheidend ist eine fokussierte, priorisierte Umsetzung der Maßnahmen, um die Krise und Probleme möglichst schnell zu überwinden.
Sie möchten mit anwaltlicher Hilfe und Know-How Ihre Unternehmenskrise überwinden?
Ich erstelle ein belastbares Restrukturierungskonzept, zeige konkrete Schritte auf, entwerfe eine Strategie und begleite Sie bei Verhandlungen und Umsetzung.
7. Fazit
Ein Unternehmen zurück auf den Erfolgskurs zu bringen, gelingt nicht mit Einzelmaßnahmen, sondern nur mit einem klaren Restrukturierungskonzept. Wer Ursachen analysiert, Lösungen strukturiert angeht und professionell mit Gläubigern verhandelt, schafft die Grundlage für Stabilität und neue Perspektiven und setzt damit den richtigen Kurs.
Sie benötigen Unterstützung bei der Überwindung der Unternehmenskrise?
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